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Europa-Park Tickets kaufen: Was Sie vorab klären müssen

Tickets für den Europa-Park sind tagesdatiert, nicht übertragbar und im kommerziellen Weiterverkauf verboten. Wer diese drei Sätze im Kleingedruckten nicht zur Kenntnis nimmt, hat am Drehkreuz nichts zu lachen – und im Geldbeutel noch weniger.

Aktualisiert29. August 2026
Lesezeit15 Min. Lesezeit
Europa-Park Tickets kaufen: Was Sie vorab klären müssen

Der Ticketkauf ist keine spontane Geste, sondern ein bürokratischer Akt mit klaren Fristen, den die Parkbetreiber konsequent durchsetzen. Wer das System nicht kennt, kann unnötig teuer bezahlen. Wer es kennt, kommt günstiger herein, mit weniger Reibung wieder heraus und mit einem klaren Bild davon, was die Eintrittskarte eigentlich verspricht – und was sie nicht verspricht.

Europa-ParkRust

Tickets und Preise

Europa-Park

4,6/5 · 628 BewertungenPreise geprüft am 27. August 2026Kurzfristig verfügbar

Tagesausflug — Bustransfer und Eintritt (15 Stunden)

15 Std.·5,0·1 Bewertungen

Offizielle Kasse und Online-Kauf

Erwachsene10 €

Offizielle Website — europapark.de

Preise sind Richtwerte: den endgültigen Tarif und freie Termine zeigt die Partnerseite.Buchung über unseren Partner GetYourGuide

Gerade Familien sollten sich vor dem Kauf nicht nur fragen, wie viele Personen mitfahren. Entscheidend sind ebenso der Besuchstag, das Alter der Kinder, die gewünschte Aufenthaltsdauer und die Frage, wie viel Beweglichkeit der eigene Reiseplan noch zulässt. Ein scheinbar günstiges Ticket kann unpraktisch werden, wenn der Termin später nicht mehr passt. Umgekehrt kostet die spontane Entscheidung an der Tageskasse einen Aufpreis, der sich bei mehreren Personen schnell bemerkbar macht.

Zehn Euro Strafe für Unentschlossene: Die Logik der Tageskasse

Der erste Stolperstein lauert dort, wo Bequemlichkeit am größten ist: an der Tageskasse vor Ort. Wer sein Ticket erst am Parkeingang kauft, zahlt einen Aufpreis von zehn Euro pro Person. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder summiert sich dieser Aufpreis auf 40,00 Euro – genug für ein Abendessen, das im Park aus preislichen Gründen ohnehin zur Seltenheit gehört.

Die Mechanik ist so alt wie das Tourismusgewerbe: Der Online-Verkauf ist planbarer, erzeugt eine gleichmäßigere Auslastung und liefert dem Betreiber vorab verwertbare Informationen. Der Kunde vor Ort ist hingegen ein Restposten, den man sich etwas kosten lassen kann. Wer diese Logik versteht, sieht in den zehn Euro nicht einfach eine Servicegebühr, sondern die Quittung für eine Entscheidung, die bis zum Eingang aufgeschoben wurde.

MerkmalOnline-TicketTageskasse
PreisniveauStandardtarif10 € Aufpreis pro Ticket
VerfügbarkeitNach dem Kauf digital verfügbarAm Besuchstag, sofern verfügbar
DatumBei der Buchung festgelegtTagesaktuell wählbar
VorbereitungInternetzugang und Zahlungs­möglichkeit nötigKeine vorherige Buchung erforderlich
RisikoTermin muss sicher feststehenHöherer Preis, möglicherweise Wartezeit

Der Ausweg ist denkbar einfach: das Online-Ticket. Es liegt preislich unter dem Kassentarif und ist nach dem Kauf digital verfügbar. Wer dennoch an der Kasse steht – sei es aus technischer Skepsis, aus einem diffusen Bedürfnis nach analoger Bestätigung oder weil der Partner mal wieder „spontan entscheiden“ wollte –, sollte wissen, dass er für diese Bequemlichkeit bezahlt. Nicht mit Komfort, sondern mit Euro.

Das ist vor allem bei einer Familie kein Detail. Bei einer einzelnen Eintrittskarte mag der Aufpreis verschmerzbar sein. Bei mehreren Personen wird daraus eine Summe, die sich nicht mehr als Kleingeld abtun lässt. Dazu kommt, dass der Kauf vor Ort den Besuchstag nicht angenehmer macht: Die Anreise ist bereits absolviert, die Kinder wollen hinein, und ausgerechnet dann beginnt die zusätzliche Abwicklung.

Wer Tickets kaufen und den Europa-Park ohne unnötige Zusatzkosten betreten möchte, sollte deshalb den Online-Kauf nicht als komplizierte Vorstufe betrachten. Er ist der normale Weg. Die Tageskasse bleibt die Ausweichlösung für Menschen, deren Termin tatsächlich erst am Besuchstag feststeht – oder die bewusst für diese Freiheit bezahlen wollen.

Der Zehn-Euro-Aufpreis an der Tageskasse ist keine Servicepauschale. Es ist die Quittung dafür, dass Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.

Stichtag und kein Zurück: Die Mechanik der Tagesdatierung

Wer ein Online-Ticket erwirbt, legt einen konkreten Besuchstag fest. Dieses Datum ist bindend. Wer am gewählten Tag verhindert ist – Krankheit, Stau, schlichtes Vergessen –, muss damit rechnen, dass das Ticket ersatzlos verfällt. Ein nachträgliches Umtauschen auf einen anderen Termin ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das klingt hart, ist aber die zentrale Vertragslogik des Systems: Der Park verkauft keine beliebig einsetzbare Eintrittskarte, sondern eine Berechtigung für einen bestimmten Tag.

Die Konsequenz ist weniger dramatisch, als sie klingt, solange man sie vor dem Kauf berücksichtigt. Das Datum sollte nicht nach dem Motto ausgewählt werden, dass sich der Rest schon irgendwie arrangieren werde. Bei einem Aufenthalt mit Hotel, einer längeren Autofahrt oder einer Reise über die Grenze können sich Pläne ändern. Genau diese Möglichkeit macht ein tagesdatiertes Ticket zum Risiko, wenn der Reiseplan noch nicht feststeht.

Vor dem Klick auf „Bezahlen“ lohnt sich deshalb ein nüchterner Blick auf die gesamte Planung:

  • Ist der Besuchstag mit der Unterkunft und der Anreise wirklich abgestimmt?
  • Sind Schulferien, Wochenendverkehr und mögliche Verzögerungen berücksichtigt?
  • Haben alle Mitreisenden den Termin bestätigt?
  • Ist klar, ob ein einzelner Besuchstag ausreicht oder ein Mehrtagesticket sinnvoller wäre?
  • Wurde geprüft, ob für einzelne Personen eine Sonderregelung gilt?

Ein Wetterbericht allein entscheidet natürlich nicht über einen Parkbesuch. Aber wenn der Termin innerhalb einer Reise noch verschoben werden könnte, sollte man die Tagesdatierung nicht als Nebensatz behandeln. Sie ist keine Formalität, sondern die wichtigste Eigenschaft des Tickets.

Was das in der Praxis heißt:

  • Kaufen Sie das Ticket erst, wenn der Tag sicher feststeht.
  • Prüfen Sie Reiseplanung, Schulferien und Verkehrslage, bevor Sie auf „Bezahlen“ klicken.
  • Verlassen Sie sich nicht auf „wird schon irgendwie gehen“ – bei einem tagesdatierten Ticket geht es eben nicht automatisch.
  • Ein zweites Ticket als Sicherheitsnetz ist möglich, aber teuer. Lieber das Datum prüfen als doppelt zahlen.

Diese Strenge hat auch eine positive Seite: Wer den Termin kennt, kann die Eintrittskarten Europa-Park Rust frühzeitig organisieren und muss sich am Besuchstag nicht zusätzlich mit dem Kauf beschäftigen. Der Vorteil entsteht also nicht nur durch den niedrigeren Preis, sondern auch durch eine sauberere Vorbereitung. Der Nachteil ist die geringere Fehlertoleranz.

Undatierte Gutscheintickets: mehr Spielraum, aber kein Freifahrtschein

Eine Besonderheit bleibt das undatierte Gutscheinticket. Es kann je nach Besuchsdatum genauso viel kosten wie ein reguläres Online-Tagesticket oder teurer sein. Der Preisvorteil ist also nicht automatisch gegeben. Dafür ist die Terminentscheidung zunächst aufgeschoben: Das Datum wird erst später festgelegt.

Damit ist das Gutscheinticket flexibler, aber nicht grenzenlos flexibel. Auch dieses Ticket muss vor dem Parkbesuch online in ein tagesdatiertes Ticket umgewandelt werden. Die Beweglichkeit liegt folglich nicht darin, dass man ohne weitere Vorbereitung jederzeit zum Eingang gehen kann. Sie liegt darin, dass der Besuchstag beim Kauf noch nicht feststehen muss.

Wer das Gutscheinticket kauft und die Umwandlung vergisst, steht am Drehkreuz mit einem Dokument, das noch nicht dieselbe Funktion wie ein gültiges Tagesticket hat. Der entscheidende Schritt findet vor dem Besuch online statt. Das sollte man nicht auf die Anreise oder auf die Warteschlange vor dem Eingang verschieben.

Ein Gutscheinticket passt vor allem zu Reisen, bei denen der genaue Parktag noch offen ist. Wer dagegen bereits weiß, wann der Besuch stattfinden soll, fährt mit einem regulären datierten Online-Ticket häufig einfacher. Die Flexibilität sollte einen konkreten Zweck erfüllen und nicht nur deshalb gekauft werden, weil ein undatiertes Ticket zunächst beruhigender wirkt.

Tarifarchäologie: Wer zahlt, wer schaut umsonst

Der Europa-Park kennt mehrere relevante Alters- und Statusgruppen: Kleinkinder, Kinder, Erwachsene und Senioren. Hinzu kommt eine schmale Sonderzone für Geburtstagskinder. Dazwischen verlaufen Tarifgrenzen wie europäische Demarkationslinien des 19. Jahrhunderts – mit allen Konsequenzen für diejenigen, die unbedacht darüber hinwegspazieren.

KategorieAlterEintrittHinweis
Kleinkind0–3 JahrefreiKein reguläres Ticket erforderlich
Kind4–11 JahreermäßigtOnline-Ticket erforderlich
Erwachsenerab 12 JahreStandardtarifOnline-Ticket erforderlich
Seniorab 60 JahreermäßigtAltersnachweis bereithalten
Geburtstagskindbis 12 JahrefreiNur am Geburtstag und mit Lichtbildausweis

Kinder bis einschließlich drei Jahre haben freien Eintritt. Sie brauchen kein reguläres Ticket und keine eigene Online-Registrierung. Sie gehen mit, wenn ihre Begleitung ein gültiges Ticket vorzeigt. Damit ist die Sache erledigt – sollte man meinen. In der Praxis sollte die Begleitung trotzdem die Altersgrenze im Blick behalten, besonders wenn mehrere Kinder unterschiedlichen Alters gemeinsam reisen.

Kinder von vier bis elf Jahren zahlen den ermäßigten Tarif. Der Altersnachweis ist Sache der Begleitung. Wer einen Zehnjährigen nicht als „erwachsen“ deklariert, schont den Familienetat, denn der Standardtarif liegt deutlich über dem Kindertarif. Entscheidend ist dabei nicht, wie groß ein Kind wirkt oder ob es bereits allein eine Achterbahn fahren möchte, sondern die tarifliche Altersgruppe.

Mit dem zwölften Geburtstag endet die Kindertarif-Regelung nicht automatisch an jeder Stelle gleich unauffällig. Gerade bei Familienbuchungen sollte deshalb das Alter am Besuchstag geprüft werden, nicht nur das Alter am Tag des Kaufs. Ein Geburtstag während einer Reise kann die Planung komplizierter machen, wenn die Buchung mehrere Tage umfasst.

Senioren erhalten einen ermäßigten Tarif. Auch hier ist die Altersgrenze kein Detail, das man erst am Eingang klären sollte. Wer für eine Gruppe bucht, sollte die entsprechenden Nachweise so bereithalten, dass nicht erst in Taschen und E-Mail-Postfächern gesucht werden muss. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist am Einlass aber genau die Art von Kleinigkeit, die eine Gruppe ausbremst.

Geburtstagskinder bis einschließlich zwölf Jahre erhalten am Tag ihres Geburtstags freien Eintritt – gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises und ohne vorab ein reguläres Ticket kaufen zu müssen. Das ist eine der wenigen Großzügigkeiten, die der Park ohne komplizierte Preisrechnung gewährt. Wer ein Kind im entsprechenden Alter hat und das Datum seines Geburtstags kennt, kann am Geburtstag selbst ohne Online-Buchung erscheinen.

Die Bedingung liegt freilich ebenso offen wie der Vorteil: Es gilt ausschließlich für Kinder bis zwölf Jahre. Jugendliche ab 13 und Erwachsene zahlen – auch am eigenen Geburtstag. Die marketingträchtige Idee „freier Eintritt am Geburtstag“ hat hier eine harte Altersgrenze, die im Prospekt leicht übersehen wird. Wer mehrere Personen anmeldet, sollte das Geburtstagskind nicht einfach in die normale Buchung aufnehmen, sondern prüfen, welche Regel am konkreten Tag greift und welcher Nachweis erforderlich ist.

Wer am eigenen Geburtstag mit dem Europa-Park feiern will, muss vorher klären, in welcher Tarifklasse er eigentlich liegt. Mit dreizehn ist die Gratulation vorbei – finanziell zumindest.

Zwei Tage, fünf Tage Frist: Das Mehrtagesticket und seine Mechanik

Wer den Park an zwei Tagen besuchen will, hat die Wahl zwischen zwei Strategien: zwei separate Tagestickets oder ein 2-Tagesticket. Die zweite Variante ist preislich günstiger als die Summe zweier Einzeltickets, aber an eine Frist gebunden, die in der Urlaubshektik leicht untergeht.

Der zweite Besuchstag muss spätestens innerhalb von fünf Tagen nach dem Erstbesuch eingelöst werden. Wer also am Samstag kommt und am darauf folgenden Mittwoch wiederkommen will, liegt im Zeitfenster. Wer erst am übernächsten Wochenende zurückkehren möchte, nicht. Die Mechanik ist klar: Das 2-Tagesticket ist für einen Aufenthalt mit engem zeitlichem Zusammenhang gedacht, nicht für zwei beliebig über die Saison verteilte Ausflüge.

Fünf Tage klingen zunächst nach ausreichend Spielraum. Im Reiseplan schrumpft dieses Fenster jedoch schnell. Anreise, Abreise, Hotelwechsel und Ausflüge in der Umgebung können den zweiten Parktag an den Rand der Reise schieben. Wer am ersten Tag früh im Park ist und den zweiten Besuch erst nach einigen Erholungstagen plant, sollte deshalb die konkreten Kalendertage zählen, statt sich auf ein ungefähres Gefühl zu verlassen.

In der Praxis heißt das: Planen Sie den zweiten Tag bewusst. Wenn Sie am Anreisetag ankommen und erst am Abreisetag wieder in den Park wollen, kann das funktionieren – muss aber innerhalb der Frist liegen. Wer aus dem Hotel auschecken muss und erst am nächsten Morgen zum Park fährt, sollte die Tage vorher zählen. Fünf Tage sind weniger großzügig, als sie auf den ersten Blick klingen.

Eine einfache Entscheidungshilfe sieht so aus:

1. Zwei Besuche innerhalb eines kurzen Reisezeitraums: Das 2-Tagesticket kann die naheliegende und günstigere Lösung sein.

2. Zweiter Besuch mit offenem Termin: Zwei einzelne Tickets oder undatierte Gutscheintickets lassen mehr Spielraum.

3. Besuch an weit auseinanderliegenden Tagen: Die Frist des 2-Tagestickets spricht gegen diese Variante.

4. Familien mit festem Hotelaufenthalt: Die Reisetage sollten zuerst feststehen, bevor die Tickets gekauft werden.

Eine Alternative sind Gutscheintickets: zwei Stück, einzeln umgewandelt und an frei wählbaren Daten eingesetzt. Das ist teurer als das 2-Tagesticket, aber unabhängig von dessen enger Frist. Wer weiß, dass der Zeitplan nicht steht, sollte diese Variante in Betracht ziehen – und den Aufpreis als Versicherung gegen das eigene Sommer-Chaos begreifen.

Der vermeintliche Preisvorteil eines Mehrtagestickets ist also nur dann ein echter Vorteil, wenn die Nutzung realistisch ist. Ein günstigeres Ticket, dessen zweiter Tag wegen einer verpassten Frist nicht genutzt werden kann, ist am Ende keine Ersparnis. Bei der Abwägung zählt nicht der Preis auf dem Bildschirm, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass beide Besuche tatsächlich stattfinden.

Digital statt Papier: Was der Einlass wirklich verlangt

Das vielleicht hartnäckigste Missverständnis betrifft die Form des Tickets. Viele Besucher, die den Online-Kauf nicht gewohnt sind, fragen sich, ob sie die Eintrittskarten Europa-Park ausdrucken müssen. Die Antwort ist kurz: Nein. Der Europa-Park akzeptiert digitale Tickets auf dem Smartphone am Einlass. Das ist keine exotische Sonderlösung, sondern inzwischen der normale Ablauf.

Wer trotzdem druckt, schleppt Papier mit sich, das bei Regen unbrauchbar werden kann und bei einem vergessenen Drucker zur Sinnfrage gerät. Das digitale Ticket ist nach dem Kauf verfügbar, liegt in der Bestätigungsmail oder in der vorgesehenen digitalen Anwendung und lässt sich am Drehkreuz vorzeigen. Der Bildschirm ersetzt dabei nicht die Vorbereitung: Ein Ticket muss lesbar sein, und die betreffende Person sollte es im richtigen Moment öffnen können.

Praktische Hinweise für den Einlass:

  • Prüfen Sie den Ladezustand des Smartphones vor der Anreise. Wer am Drehkreuz mit leerem Handy steht, hat ein Problem.
  • Drehen Sie die Bildschirmhelligkeit hoch, damit der QR-Code zügig gelesen werden kann.
  • Speichern Sie das Ticket zusätzlich als Screenshot oder offline zugängliche Datei, wenn die digitale Anwendung das erlaubt. Nicht jede Empfangssituation am Eingang ist stabil.
  • Bei größeren Gruppen sollten die Tickets vorab an die jeweiligen Begleiter weitergeleitet werden, nicht erst am Morgen.
  • Sortieren Sie die Dokumente so, dass nicht eine Person für die gesamte Gruppe in mehreren Postfächern suchen muss.
  • Prüfen Sie vor dem Losfahren noch einmal, ob das richtige Datum angezeigt wird. Ein gespeichertes Ticket für den falschen Tag bleibt ein Ticket für den falschen Tag.

Gerade bei Familien ist die digitale Organisation eine eigene kleine Aufgabe. Das Kind steht nicht immer neben dem Erwachsenen, der die Buchungsbestätigung auf dem Telefon hat. Bei einer Gruppe kann es deshalb sinnvoll sein, die Tickets auf mehrere Geräte zu verteilen. Das ist kein Misstrauen gegenüber der Technik, sondern schlicht eine Absicherung gegen leeren Akku, fehlenden Empfang oder ein Telefon, das im entscheidenden Augenblick nicht kooperiert.

Der kommerzielle Weiterverkauf von Tickets ist ausdrücklich untersagt. Wer ein Ticket günstiger ersteht und mit Gewinn weiterveräußert, bewegt sich außerhalb der Vertragsbedingungen. Der Park kann solche Tickets am Einlass zurückweisen oder einziehen. Der entscheidende Punkt ist dabei nicht nur der mögliche finanzielle Verlust. Auch die Person, die ein scheinbar günstiges Ticket von einer fremden Quelle kauft, hat keine verlässliche Kontrolle darüber, ob das Ticket gültig, bereits verwendet oder auf eine andere Weise problematisch ist.

Nicht übertragbar bedeutet zudem, dass ein Ticket nicht wie ein beliebiger Gutschein in der Familie weitergereicht werden sollte. Wer für die falsche Person bucht oder kurzfristig eine andere Person mitnehmen möchte, kann sich nicht ohne Weiteres darauf verlassen, dass der Wechsel am Eingang akzeptiert wird. Die Buchungsbedingungen stehen vor dem Besuch fest und sollten nicht erst dort interpretiert werden.

Ein Ticket ist kein Versprechen auf einen perfekten Tag

Beim Kauf von Europa-Park-Tickets wird häufig nur auf den Eintrittspreis geschaut. Das greift zu kurz. Ein Ticket regelt zunächst den Zugang zum Park an einem bestimmten Tag. Es garantiert weder, dass jede Attraktion ohne Wartezeit erreichbar ist, noch dass ein kurzfristig geänderter Reiseplan problemlos aufgefangen werden kann. Die Eintrittskarte ist der Zugang – nicht die Versicherung gegen alle Unwägbarkeiten eines Ausflugs.

Diese Unterscheidung hilft bei der Planung. Wer einen bestimmten Tag auswählt, sollte nicht nur den Preis betrachten, sondern auch die eigene Belastbarkeit: Wie fest ist die Anreise? Wie viele Personen müssen koordiniert werden? Ist der zweite Besuchstag sicher? Und wie viel Flexibilität ist den Reisenden den möglichen Aufpreis wert?

Die verschiedenen Ticketarten erfüllen unterschiedliche Zwecke:

SituationSinnvolle Überlegung
Besuchstag steht sicher festReguläres Online-Tagesticket prüfen
Entscheidung erst später möglichUndatiertes Gutscheinticket kann mehr Spielraum bieten
Zwei Besuche in engem Zeitraum2-Tagesticket mit Fünf-Tage-Frist vergleichen
Spontaner Kauf am EingangTageskasse wählen, aber 10 € Aufpreis pro Ticket einplanen
Mehrere Personen mit getrennten GerätenDigitale Tickets vorab verteilen und offline bereithalten

Damit wird auch klar, warum „billig“ und „flexibel“ nicht dasselbe sind. Das datierte Online-Ticket ist meist die klare Lösung für einen festgelegten Termin. Das Gutscheinticket verschiebt die Entscheidung, kann aber je nach Besuchsdatum genauso teuer oder teurer sein. Das 2-Tagesticket senkt den Preis pro Besuch, bindet den zweiten Tag aber an eine Frist. Und die Tageskasse erspart die Vorplanung, verlangt dafür den höchsten Aufpreis.

Wer Tickets kaufen und dabei nicht in die typischen Fallen laufen möchte, muss also keine komplizierte Tarifwissenschaft beherrschen. Er muss nur die Reihenfolge einhalten: erst den Reiseplan klären, dann die Altersgruppen einordnen, danach die Ticketart auswählen und am Ende die digitale Abwicklung vorbereiten. Die meisten Probleme entstehen nicht am Eingang, sondern einige Tage vorher – wenn ein Datum zu früh bestätigt, eine Frist übersehen oder ein undatiertes Ticket mit einer sofort gültigen Eintrittskarte verwechselt wird.

Schluss: Klarheit ist günstiger als Bequemlichkeit

Der Europa-Park ist ein Vergnügungspark, aber sein Ticketsystem ist eine Angelegenheit für Menschen, die lesen können. Wer die Spielregeln ignoriert, zahlt drauf – mit Aufpreis, mit verfallenen Karten oder mit unnötiger Warterei an der Kasse. Wer die Spielregeln kennt, kommt günstiger herein, nutzt Mehrtagestickets sinnvoller und erlebt am Eingang weniger Überraschungen.

Der Trick liegt nicht im Sparen um jeden Preis, sondern im Wissen um die Mechanik. Die ist, einmal verstanden, erstaunlich geradlinig: Besuchstag festlegen, passende Ticketart wählen, Altersregeln prüfen, online kaufen, Smartphone laden, anreisen. Alles andere ist Bequemlichkeit, die man bezahlt – oder Vorbereitung, die sich auszahlt.

Wer zwischen Spontaneität und Sorgfalt wählen muss, sollte die Sorgfalt wählen. Der Park belohnt sie beim Online-Kauf mit dem niedrigeren Preis gegenüber der Tageskasse. Die eigentliche Ersparnis entsteht aber schon vorher: durch ein Ticket, das zum eigenen Reiseplan passt, dessen Fristen eingehalten werden können und das am Eingang ohne digitale Suchaktion auf dem Telefon erscheint.

Häufige Fragen

Wie viel teurer ist der Ticketkauf an der Tageskasse?
An der Tageskasse fällt ein Aufpreis von 10 Euro pro Ticket an. Bei vier Personen summiert sich dieser Aufpreis auf 40 Euro.
Kann ich ein Online-Ticket für den Europa-Park nachträglich auf einen anderen Tag umbuchen?
Grundsätzlich nicht. Das Online-Ticket gilt für den bei der Buchung festgelegten Besuchstag und kann bei Verhinderung ersatzlos verfallen.
Muss ich Europa-Park-Tickets ausdrucken?
Nein. Der Europa-Park akzeptiert digitale Tickets auf dem Smartphone am Einlass.
Wie funktioniert ein undatiertes Gutscheinticket für den Europa-Park?
Das Besuchsdatum wird erst später festgelegt. Vor dem Parkbesuch muss das Gutscheinticket jedoch online in ein tagesdatiertes Ticket umgewandelt werden.
Wie lange kann ich das 2-Tagesticket nutzen?
Der zweite Besuchstag muss spätestens innerhalb von fünf Tagen nach dem Erstbesuch eingelöst werden.
Wer erhält im Europa-Park freien Eintritt?
Kleinkinder von 0 bis 3 Jahren benötigen kein reguläres Ticket. Geburtstagskinder bis einschließlich zwölf Jahre erhalten am Geburtstag gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises freien Eintritt.